Die Voraussetzungen für die Ernennung zur Richterin beziehungsweise zum Richter ergeben sich aus § 9 des Deutschen Richtergesetzes. Danach darf in das Richterverhältnis nur berufen werden, wer

  • Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist,
  • die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt,
  • die Befähigung zum Richteramt besitzt (§§ 5 bis 7) und
  • über die erforderliche soziale Kompetenz verfügt.

Die Befähigung zum Richteramt erwirbt, wer ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität mit der ersten Prüfung und einen anschließenden Vorbereitungsdienst mit der zweiten Staatsprüfung abschließt; die erste Prüfung besteht aus einer universitären Schwerpunktbereichsprüfung und einer staatlichen Pflichtfachprüfung.

Für eine Einstellung in den richterlichen Probedienst der Arbeitsgerichtsbarkeit in Nordrhein-Westfalen gelten darüber hinaus folgende Voraussetzungen und Anforderungen:

  • vorzugsweise Prädikatsexamen (mind. 9,0 Punkte) in der zweiten juristischen Staatsprüfung, mindestens aber 7,76 Punkte,
  • vorzugsweise ein besonderer Bezug zum Arbeitsrecht,
  • zum Zeitpunkt der Einstellung regelmäßig noch nicht 42 Jahre alt, als schwerbehinderter oder gleichgestellter behinderter Mensch regelmäßig noch nicht 45 Jahre alt
  • gesundheitliche Eignung, nachzuweisen durch ein amtsärztliches Zeugnis.

 

Eine Einstellung in den richterlichen Probedienst ist auch in Teilzeitbeschäftigung mit mindestens 50 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit möglich.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden deshalb Frauen bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Wir unterstützen und begrüßen die Bewerbungen von Schwerbehinderten und Gleichgestellten im Sinne des § 2 SGB IX und von Menschen mit Migrationshintergrund. Auch Bewerbungen von Menschen jeglicher geschlechtlichen Identität und von Menschen mit Einwanderungsgeschichte werden von uns unterstützt und sind ausdrücklich erwünscht.